RECHTLICHE BASIS


Cannabisbasierte Medikamente

In Deutschland dürfen der Cannabiswirkstoff Dronabinol (THC), das THC-Derivat Nabilon (Canemes®) sowie der Cannabisextrakt Sativex® verschrieben werden.

Da Dronabinol arzneimittelrechtlich in Deutschland nicht zugelassen ist, sind die Krankenkassen nur unter bestimmten Voraussetzungen zur Kostenübernahme verpflichtet.

In Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern ist der Cannabisextrakt Sativex für die Behandlung der Spastik bei multipler Sklerose, die auf andere Therapien nicht anspricht, zugelassen. Die Krankenkassen müssen daher die Behandlungskosten bei dieser Indikation erstatten.

Nabilon (Canemes®) ist für die Behandlung der Nebenwirkungen einer Chemotherapie zugelassen.

cannabis verschreiben

VERSCHREIBUNG VON CANNABIS


Wann kann Cannabis ärztlich verschrieben werden? Und welche Schritte soll ich dabei unternehmen? Mehr dazu finden sie hier.


Führerschein und Cannabis

CANNABIS & FÜHRERSCHEIN


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Cannabisblüte

CANNABISBLÜTEN & EXTRAKTE


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Kostenübernahme

KOSTEN & ÜBERNAHME


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ZUM LEXIKON

VERSCHREIBUNG VON CANNABIS


Die Verschreibungs-Höchstmenge für Cannabis beträgt 100 g in 30 Tagen. Zwecks einfacherer Handhabbarkeit wurde die Höchstmenge unabhängig vom Gehalt einzelner Cannabinoide in der jeweiligen Cannabissorte festgelegt. Derzeit können Cannabisblüten mit einem Gehalt an THC von ca. 1 bis ca. 24 % verordnet werden. Für Dronabinol/THC gilt eine Verschreibungshöchstmenge von 500 mg in 30 Tagen und für Cannabisextrakte von 1000 mg in 30 Tagen.

Wie auch sonst bei der Verschreibung BtM-pflichtiger Substanzen kann im begründeten Einzelfall durch Kennzeichnung mit dem Buchstaben „A“ von der festgesetzten Höchstmenge abgewichen werden. Da Cannabisblüten üblicherweise in Dosen à 5 oder 10 g, manchmal auch 20g, abgegeben werden, empfiehlt sich eine Verschreibung in diesen Schritten.


CANNABIS & FÜHRERSCHEIN


Führerschein und Cannabis

Der Konsum von Cannabisprodukten kann die psychomotorische Leistungsfähigkeit und damit die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ist die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr jedoch nur während des akuten Cannabisrausches, der beim Rauchen von Cannabisprodukten etwa 2 bis 4 Stunden anhält, reduziert und führt nicht zu einer anhaltenden Ungeeignetheit zum Führen von Kraftfahrzeugen.

Je nach THC-Dosis (7 – 32 mg THC) kann während der akuten Rauschphase von einer Reduzierung der Fahrtüchtigkeit ausgegangen werden, die in etwa einer Blutalkoholkonzentration (BAK) von 0,3 – 0,9 Promille entspricht. Durch den gleichzeitigen Konsum von Alkohol, anderen Drogen und Medikamenten kann die Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit verstärkt werden.

Rechtlich sieht das deutsche Straßenverkehrsgesetz (StVG) seit 1998 die Möglichkeit vor, das Führen eines Kraftfahrzeuges nicht nur unter dem Einfluss von Alkohol, sondern auch unter dem Einfluss anderer berauschender Mittel als Ordnungswidrigkeit zu behandeln und mit einer Geldbuße zu bestrafen.

Häufig droht zudem ein Fahrverbot von bis zu drei Monaten oder auch der Verlust des Führerscheins.

Nach § 24 a Absatz 2 des StVG gilt: „(2) Ordnungswidrig handelt, wer unter der Wirkung eines in der Anlage zu dieser Vorschrift genannten berauschenden Mittels im Straßenverkehr ein Kraftfahrzeug führt. Eine solche Wirkung liegt vor, wenn eine in dieser Anlage genannte Substanz im Blut nachgewiesen wird. Satz 1 gilt nicht wenn die Substanz aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels herrührt.“

Der Gesetzgeber erlaubt daher die Teilnahme am Straßenverkehr, wenn Patienten von einem Arzt Dronabinol, Nabilon (Canemes®), Sativex® oder Cannabisblüten verschrieben wurde.

Nach der Fahrerlaubnisverordnung schließt regelmäßiger Cannabiskonsum die Teilnahme am Straßenverkehr aus, sodass der Führerschein von Cannabiskonsumenten eingezogen wird.

Leider sind einige Straßenverkehrsbehörden nicht ausreichend informiert und werten die medizinische Verwendung von Cannabinoiden oder Cannabis gelegentlich als regelmäßigen Cannabiskonsum, sodass es auch bei Patienten, die Cannabinoidmedikamente verwenden, zu rechtlichen Problemen kommen kann.

Die Bundesopiumstelle und das Bundesverkehrsministerium werten die medizinische Verwendung von Cannabisblüten straßenverkehrsrechtlich wie die Verwendung von Dronabinol, Nabilon oder Sativex®.

Eine Führerscheinstelle kann jedoch auch bei der medizinischen Verwendung von Medikamenten eine Überprüfung der Fahreignung durch eine MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) veranlassen, wenn Zweifel an der Fahreignung auftreten.

Personen, die illegale Cannabisprodukte verwenden, droht der Entzug der Fahrerlaubnis nach der Fahrerlaubnisverordnung, wenn sie die Teilnahme am Straßenverkehr und die Verwendung von Cannabis nicht trennen. Da THC bei regelmäßiger Verwendung häufig länger als 24 Stunden im Blut nachweisbar ist, sind Personen, die Cannabis illegal verwenden, vom Entzug der Fahrerlaubnis bedroht.

Dabei wird die Fahreignung als zeitlich stabile und von der aktuellen Situation unabhängige Fähigkeit zum Führen eines Kraftfahrzeuges definiert.



CANNABIS MEDIKAMENTE


cannabis patientenhilfe DRONABINOL

Viele Apotheken beziehen Dronabinol direkt von THC Pharm oder vom Großhandel (Fagron). Die Abgabemengen an Patienten betragen 100 bis 1000 mg.


cannabis patientenhilfe MARINOL

Apotheker wenden sich am besten an einen der Importeure, die eine Importerlaubnis besitzen.

cannabis patientenhilfe SATIVEX

Sativex® enthält Dronabinol und Cannabidiol (CBD) in einem Verhältnis von etwa 1:1. Es handelt sich um ein Spray zur Anwendung in der Mundhöhle. Ein Sprühstoß enthält 2,7 mg Dronabinol und 2,5 mg CBD.

Sativex wird angewendet als Zusatzbehandlung für eine Verbesserung von Symptomen bei Patienten mit Spastik aufgrund von Multipler Sklerose (MS).


cannabis patientenhilfe NABILON (Canemes)

Canemes® enthält den Wirkstoff Nabilon, eine synthetisch hergestellte Substanz aus der Gruppe der Cannabinoide. Canemes ist zugelassen zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen bei Patienten unter Chemotherapie bei Krebs, wenn andere Medikamente nicht ent- sprechend wirken.


CANNABISBLÜTEN & EXTRAKTE


CANNABISEXTRAKTE

Extrakte aus Cannabisblüten werden von dem Unternehmen Tilray angeboten, mit 1 % THC (Cannabisblüten Extrakt Tilray THC10:CBD10) und 2,5 % THC (Cannabisblütenextrakt Tilray THC 25).



CANNABISBLÜTEN

Im Januar 2019 waren in Deutschland 17 Sorten Blüten prinzipiell verfügbar, aber nicht immer lieferbar. Darüber hinaus gibt es Sorten, die grundsätzlich angeboten werden könnten, aber real nicht verfügbar sind.

Die einzelnen Sorten werden als Blüten in 5-, 10- oder 20- Gramm-Dosen abgegeben, wobei „granuliert“ bereits zer- kleinert bedeutet


SORTEN 

Ausgewiesene Inhaltsstoffe der verschiedenen Sorten sind die Cannabinoide THC und CBD. Sie enthalten aber auch nicht ausgewiesene andere, gering konzentrierte Cannabi- noide und Terpene, die die Gesamtwirkung beeinflussen.





Cannabis Patientenhilfe


ACM Patiententelefon:
0800 0226622
Jeden Freitag zwischen
11-13 und 14-16 Uhr

E-Mail:
info@cannabis-patientenhilfe.de

Adresse:
Alter Rückinger Weg 90
63452 Hanau



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